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Ostsee-Nordsee-Törn (8.5. bis 4.6.2005)

Die Aglaia hat die erste Etappe Richtung Irland hinter sich gebracht. Von Eckernförde ging es durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Cuxhafen, mit Abstechern nach Glückstadt und Helgoland.

Bei strahlendem Sonnenschein lief das Traditionsschiff am Samstag den 28. Mai gegen Spätnachmittag mit Skipper Sven Esser und sechs Crewmitgliedern aus dem Heimathafen Eckernförde aus. Unterbrochen von einer kurzen Badepause auf See ging es bei gutem Wind nach Kiel. Am nächsten Tag tuckerte die Aglaia zwischen grünen Ufern und hochbeladenen Containerschiffen durch den Nord-Ostsee-Kanal. Die Besatzung nutze die beschauliche Fahrt, um noch letzte Hand ans Schiff zu legen: Wanten teeren, Deck schrubben, Heckbeleuchtung in Stand setzen und andere Kleinigkeiten. In Brunsbüttel ging es durch die Schleuse in die Elbe und weiter nach Cuxhafen, wie geplant.

Doch dann zwangen Windrichtung und Seegang die Aglaia zur Kursänderung. Statt nach Helgoland führte der Wind erst einmal elbeabwärts nach Glückstadt. Erst dann gelang die Fahrt hinaus in die offene See. Kälte, Wasser von oben und Wellen von unten zehrten an den Kräften. Aber die Crew hielt sich wacker - trotz einiger leicht grünlicher Nasen, wurde niemand seekrank. Aber alle waren froh, als das das Schiff schließlich spät am Abend an einem Steg festmachte, der laut Karte zu Helgoland gehörte. Zu sehen war davon im Nebelregen nichts. Erst am nächsten Tag fanden sich beim Landspaziergang in der Sonne die bekannten roten Sandsteinfelsen. Die Rückfahrt begann mit sonnig-windlosem Faulenzen an Deck und endete mit heftigen Böen und zwei Gewittern.

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